* Rund Europa 2017 (Oktober), 8. Tag: Pylos – Messene (Mavrommati)

Mittwoch, 18.10.2017, 16:24:57 :: Mavrommati/Ithome (Alt Messene), Rooms Lykourgos
Samstag, 03.02.2018, 14:47:46 :: Galanado

Eigentlich wollen wir hier nicht weg. Es ist wirklich sehr schön und gemütlich hier und zu sehen gäbe es noch viel, nicht nur das Spektakel am 20. Oktober in Pylos: Der Nord- und Nordostrand der Bucht von Navarino bietet neben alten Festungen und einer Höhle auch die Traumbucht

Ormos Voidokilia

Sie heisst übersetzt Ochsenbauchbucht, was ihrer kreisrunden Form geschuldet ist.

Zunächst fahren wir am Campingplatz vorbei, auf dem wir im Mai 2005 mit meiner Nichte und ihrer Ehepartnerin sassen. Sie waren auf dem Weg nach Finikunda, wo wir dann gemeinsam zwei Tage verbrachten – zwölf Jahre ist das her!

Mai 2005: Gemütliches Zusammensitzen und Blick auf Pylos

Das Sträßchen, das gegen Ende als Sandweg endet, führt im ersten Teil der Exkursion auf der schmalen Landzunge zwischen Bucht im Süden und Lagune im Norden nach Westen.

Da ist aber dann bald Schluss für’s Senfle, das war uns klar. Also zurück und um die Lagune herum zur wahren Traumbucht.

Quelle: peloponnes-urlaub.de

Das Denkmal für in der Schlacht von Navarino gefallene englische Matrosen steht auf dieser (der kleinsten) Insel Chelonaki (kleine Schildkröte), die mitten in der Bucht liegt und die ich bei der Rückfahrt gerade noch erhascht habe.

Die Traumbucht …

… erreichen wir dann nach einem grossen Bogen um die Lagune und einem wenige hundert Meter langen »Fussmarsch«.

Hier gönnen wir uns dann auch ein Bad, man kann einfach nicht widerstehen. Der Ausgang der Bucht wird zu beiden Seiten von mehr oder weniger gut erhaltenen Festungen auf den Hügeln bewacht.

Das fränkische Kastell (Palaiókastro)

Sie und die Höhle des Nestor sparen wir uns auf – vielleicht ein anderes Mal; wir sind ja erst zum zweiten Mal hier …

Auf dem Rückweg zum Senfle kommen uns zwei junge Frauen entgegen, die uns anlachen und direkt ansprechen: Ob uns der gelbe Twingo gehören würde, der ein paar hundert Meter weiter hinter dem Hügel steht?

– Ja, wieso?

Ja, der wäre doch auf Naxos gestanden, dort hätten sie ihn vor ein paar Tagen gesehen …

So viel zur Bekanntheit unseres Senfle.

Durch die Berge

Wir fahren nun den Rest des Tages durch eine liebliche Berglandschaft, fast ausnahmslos den ganzen Tag durch Olivenhaine. Endpunkt am Abend wird der kleine Ort Mavrommati, oberhalb der antiken Kultstätte von Messene sein. Es wird unterwegs nichts zu besichtigen geben. Meinen wir. Ein reine Fahrt durch »Wald und Feld«.

Zunächst müssen wir wieder die Strecke von gestern nehmen, vorbei am Palast des Nestor hinauf nach Chora, wieder vorbei an den Olivenbauern, die ihre reiche Olivenernte von den Bäumen holen. Erst weiter oben sind die Oliven noch nicht so weit. Was doch hundert, zweihundert Meter ausmachen.

Selbstverständlich treffen wir auch hier auf Gedenkkirchlein am Strassenrand und kleine Orte, wo wir uns immer fragen, wie die Menschen hier ihr Auskommen finden.

Milioti, einer der kleinen Orte auf dem Weg nach Aristomenis

Das sind die Transportmittel für’s Grosse in Aristomenis

Auch kleinste Kirchen tragen einen Namen

Ein mykenisches Tolosgrab im Olivenhain

Kurz hinter Aristomenis fordert uns ein Schild eine unerwartete Entscheidung ab. Sollen wir da hin? Natürlich »sollen« wir und so biegen wir ab und holpern auf der Sandpiste den Schildern nach, natürlich links und rechts Olivenbäume.

Und dann sehen wir es vor uns, kauernd und nichtsagend unter einem Schutzdach, leergeräumt aber eben ein alten antikes Grab, mitten unter Oliven. Hier fand ganz sicher kein König seine letzte Ruhe.

Das Tholosgrab von Aristomenis

Wie sahen dagegen die »grossen Brüder« in Mykene und Tyrins aus!

Tholosgräber von Mykene und Tyrins

Oben und links unten: Mykene, unten Mitte und rechts Tyrins

Diodia

Diodia, einer der vielen klein Orte auf dem Weg

Politisches Hauen und Stechen – mit Worten

In Sterna, südöstlich von Aristomenis, machen wir halt für einen Eleniko. An den Nebentischen links und rechts und über unsere Köpfe hinweg wird hart diskutiert, es geht natürlich um die gaaanz grosse Politik – Nea Dimokratia, PASOK, natürlich SYRIZA und nicht zuletzt Papandreou, der in den letzten Tagen ausgezeichnet wurde – alles fliegt durch die Luft. Und wir dazwischen mit unserem Kaffee.

Blick weg von den Streitendenden, auf die ich lieber nicht die Linse richte

Die zur Unkenntlichkeit geschrumpfte PASOK und ihr einstiger Boss werden wieder hofiert, ebenso natürlich die ND, die den Anspruch erhebt, spätestens bei den nächsten Wahlen in Griechenland wieder die Geschäfte zu übernehmen – wie sehr sich die Geschicke der politischen Parteien doch überall gleichen …

Es geht, wie gesagt, hoch her, sehr laut und unter heftigem Gestikulieren. Ein Diskutant kann gut Englisch und fragt nach, woher wir kommen (Deutschland, aber jetzt Naxos), nickt anerkennend und entschuldigt sich – auch für die anderen. Wir erklären ihm, dass wir schon so weit verstehen, worum es geht. Der Dorffrieden scheint für den Moment wiederhergestellt, deshalb hält er uns einen fortführenden Vortrag: Auch in Deutschland gäbe es Armut, er höre und sehe viel Nachrichten, er wisse Bescheid. Aber grundsätzlich lässt er auf Deutschland nichts kommen.

Doch dann kommt der Bus und kann nicht um die Ecke biegen, das Senfle steht zu weit in der Kurve. Ich parke um, in die Nebenstrasse, alles in aller Ruhe, ohne Gehupe – griechisch eben.

Und am Ende zahlt ein anderer Diskutant unseren Kaffee …

High Tech und Oliven

Beim kleinen Dorf Trikorfo treffen wir auf ländlichen Zerfall, beste Solartechnik, auf Unmengen leckerer Oliven und natürlich auf ein Wegkirchlein.

Diesen riesigen Olivenbaum haben wir besonders bewundert. Ich kann mich keine grösseren erinnern.

Messene und Mavrommati

Als wäre heute nicht schon genügend passiert, kommt nun am Nachmittag zweifellos der Höhepunkt des Tages. Also, nicht überraschend. Wir sind ja deshalb hierher gefahren, weil wir wussten, was uns erwartet. Im Mai waren wir bereits hier in Messene, der Bericht darüber ist noch gar nicht geschrieben.

Das antike Messene ist für mich bisher der Superlativ der antiken Stätten auf der Peloponnes, weshalb ich mich mit diesem Ort intensiver beschäftigt habe.

Mavrommati liegt gleich oberhalb von Alt-Messene. Dort gibt es Bett und Futter für uns und alle Archäologen und am Abend herrliche Ausblicke. Aber ich greife schon wieder vor, weiss aber ehrlich sowieso nicht wo anfangen. Also der Reihe nach.

Die Festungsmauer

In der Bildmitte zieht die Festungsmauer

Hier etwas mehr aus der Nähe

Es beginnt also mit dem ersten Blick auf das lange Stück der alten Stadtmauer von Messene. Sie ist ca. 9 km lang, grosse Teile sind noch sehr gut erhalten, vieles mittlerweile auch erforscht, vermessen und beschrieben, kurz: Diese Stadtmauer gilt in der Fachwelt als eine der bedeutendsten Festungswerke der Antike überhaupt. Lassen wir also die Forscher selbst sprechen:

Die Befestigungsmauer der Stadt Messene, 369 v. Chr. auf thebanische Initiative als Hauptstadt des von Sparta befreiten Messenien gegründet, stellt aufgrund ihres exzellenten Erhaltungszustandes das imposanteste Bauwerk der Stadt dar. Durch ein Projekt der Freien Universität Berlin in Kooperation mit der TU Berlin, der RWTH Aachen und dem CNRS Frankreich wird nun eine umfassende Dokumentation und Auswertung des Monumentes selbst, unterstützender Befestigungswerke in der direkten Umgebung sowie der verwendeten Materialien und Steinbrüche vorgenommen. Die Stadtmauer Messenes erweist sich dabei zwar in Form und Technik nicht als in allen Partien einheitliches, aber dennoch als ein direkt nach der Stadtgründung in einem Zuge errichtetes Monument, bei dessen Bau sowohl ökonomische Prinzipien als auch starke repräsentative Absichten erkennbar sind. So ist die Stadtmauer nicht nur als höchst effizienter Wehrbau zu verstehen, der – als Antwort auf die Bedrohung vor allem durch Sparta – nach den neuesten Erkenntnissen der Fortifikatorik errichtet wurde, sondern auch als Symbol einer neu gewonnenen messenischen Identität.
[…]
Die rund 9 km lange Stadtmauer Messenes umfasst ein Gebiet von ungefähr 290 ha. Sie schließt den Gipfel des Berges Ithome mit ein, der zu einer eigenen Ringfestung ausgebaut ist. Über einen nordwestlichen Berggrat des Ithome verläuft sie zu einer kleinen Senke im Norden der Stadt hinab und zieht sich danach im Norden und Westen über die Gipfel und Grate der nächstgelegenen höheren Hügel (Abb. 3), bis sie am südwestlichsten Hügel zunächst nach Osten, dann nach Nordosten zum Stadion Messenes hin umbiegt. Hier wie im gesamten südlichen Verlauf orientiert sich der Mauerverlauf am nördlichen Rand einer kleinen Schlucht und steigt im Südosten zum sog. Lakonischen Tor bergan, das im Sattel zwischen dem Ithome und dem Nachbarberg Eua (heute Agios Vasilios) liegt. Südlich dieses Lakonischen Tores ist ein kleiner Bergrücken noch einmal gesondert befestigt. Vom Tor an steigt die Mauer dann entlang des südöstlichen Grates den Ithome empor. Auf diese Weise hat man offensichtlich die bestmögliche Verteidigungslinie um die Stadt gewählt.

Silke Müth: Fortifikationskunst und Repräsentation an der Stadtmauer von Messene[1]

Im Vorgrund quer verlaufend das grosse Mauerstück, im Hintergrund an der Gabelung das Arkadische Tor

Eingezeichnet ist hier grob der Verlauf der Festungsmauer, 9 km lang

Wie aber ist unser direkter Eindruck?

Knapp 2.400 Jahre liegen zwischen dem Bau dieser Mauer und dem heutigen Anblick. Beeindruckend, wie in wohl sehr kurzer Zeit die gewaltigen Steine gebrochen, bearbeitet, transportiert und aufeinander gesetzt wurden.

Aber die Geschichte müsst ihr anderswo nachlesen.

Das Arkadische Tor

Wir fahren zunächst die paar hundert Meter weiter zum Arkadischen Tor, das am besten erhalten ist und auch als eine der Kulissen für jährliche kulturelle Feste hier in Alt Messene dient.

Quelle: Webseite Messana Hotel

Man muss sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass hier in Messene immer noch gegraben, begutachtet und restauriert wird; die w.o. im zitierten Artikel geschilderten Arbeiten stammen aus 2004-2010.

Es reicht jetzt. Die grosse archäologische Schau in Wiederholung und mit einer besonderen Überraschung, die kommt erst morgen früh. Wir fahren hinunter nach Mavrommati. Unsere Hotel hat geschlossen, so ziehen wir eben nebenan ein, 45€ o.Fr.

Das Abendessen nehmen wir in derselben Kneipe wie im Mai ein, 40€ mit eingelegten Feigen und anderen Extras. Sie machen aber morgens erst gegen 10 Uhr auf, also kein Frühstück 😦

Und unten, zwischen den Zypressen …

… und Oliven liegt das alte Messene

Links:

[1] Neue Forschungen zu antiken Stadtbefestigungen im östlichen Mittelmeerraum und im Vorderen Orient
Konstruktion – Funktion – Semantik
Herausgegeben von
Janet Lorentzen, Felix Pirson, Peter Schneider und Ulrike Wulf-Rheidt
BYZAS 10
Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts Istanbul
© 2010 Ege Yayınları ISBN 978-605-5607-05-0

Google-Fotos

Google Fotos: Gialova – Voidokilia

 

 

Google Fotos: Gialova – Messene

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Annual Letter 2012

Dear friends,

trivial to wonder about the fact that the year again is over already. Even more trivial, almost stupid to be stated, that the earth still revolves around the sun, today on 21/12/2012. How much stupid and useless things were again poured out on us, that made us kinda busy, has stolen our time. I’m sure: Many things again leaved undone for many of us…

But that’s not the point. What is pending are a few days, where we can come to our senses. We are socialized this way. Christmas, we simply feel it, although in different ways, sure. On La Palma, the sun shines, a little torn cloud high up in the sky, somewhat cloudy, but sun and birdsong. Only the Advent wreath, that Lis took from the cypress, the only suitable conifer around, this year has again wrested evidence of the fact that there are holidays at the door.

Gifts are given in Spain not before January, 6 when the Kings move in – if at all. We still have enough from our memories from the past month.

On 1st of June we started our trip. After Aachen, through the rainy Netherlands to Leer, where we were able to inspect the new FREYDIS III of our friends just before they started end of June to cross the Atlantic Ocean for the Caribic Islands; in the moment the yacht is currently »mothballed« in Panama.

The Danish North Sea island of Romø took us in, from the northern tip of Denmark we shipped over to Norway. After a long trip through Norway and Sweden, along the Gulf of Bothnia, we drove farther and farther to the north.

North of the Arctic Circle, we marveled at Norwegian prices, nature and of course – that was the goal – the midsummer days when the sun did not disappear. It was just light, around the clock. The shadows moved, although enormously in length, walked with the sun simply riding on the horizon from west to east to get there, then raise again – it was a great and memorable experience. As the whole landscape – forests of Sweden, Norway’s northern fjords, forests and lakes of Finland when gliding through Karelia, along the border with Russia – everything can be read in the weblog.

Our weeks in the Baltic countries, the islands, Riga, Vilnius, the friends. New friends then in eastern Poland, reunion with Victor and Svitlana in Ukraine, with Horst in Maramures in Romania…

And the refusal of our Senfle now to drive to west through Hungary, Slovakia and the Czech Republic to Germany. What plans are worth it! We have given in and let it roll to the south: Romania, Bulgaria, Greece. Lefkada, the paradise on Meganisi and ultimately Naxos of course.

It is an indescribable feeling, all over this total 20,000 km and over again to meet friends and new people who are waiting for you, who are looking forward to meeting you: Aachen, Leer, Horneburg Tespe, Gross Senkenberg, Tornio, Kiuruvesi, Tallinn, Saaremaa, Riga, Vilnius, Losice, Khmelnitskyi, Viseu de Sus, Methoni, Meganisi, Naxos, Etoliko, Micici, Munich, and other acquaintances who will remain unnamed here.

We thank all who have been open for us, were happy with us. We enjoyed it. There were experiences and thoughts, gifts enough for us.

We wish you all a lot of joy for the coming days, happy encounters and hours for the New Year and all the things that we always want and which usually never will come. But we will not give up hope.

Hugs and kind regards,
Lis and Reinard.

Links:

(Remark: The translation was done with the help of Google Translate; I apologize for the not so perfect English; time pushed me…)

75 Years Ago Today, the First Occupy…

— a note from Michael Moore

Friday, December 30th, 2011

Friends,

On this day, December 30th, in 1936 — 75 years ago today — hundreds of workers at the General Motors factories in Flint, Michigan, took over the facilities and occupied them for 44 days. My uncle was one of them.

The workers couldn’t take the abuse from the corporation any longer. Their working conditions, the slave wages, no vacation, no health care, no overtime — it was do as you’re told or get tossed onto the curb.

So on the day before New Year’s Eve, emboldened by the recent re-election of Franklin Roosevelt, they sat down on the job and refused to leave.

They began their Occupation in the dead of winter. GM cut off the heat and water to the buildings. The police tried to raid the factories several times, to no avail. Even the National Guard was called in.

But the workers held their ground, and after 44 days, the corporation gave in and recognized the UAW as the representative of the workers. It was a monumental historical moment as no other major company had ever been brought to its knees by their employees. Workers were given a raise to a dollar an hour — and successful strikes and occupations spread like wildfire across the country. Finally, the working class would be able to do things like own their own homes, send their children to college, have time off and see a doctor without having to worry about paying. In Flint, Michigan, on this day in 1936, the middle class was born.

But 75 years later, the owners and elites have regained all power and control. I can think of no better way for us to honor the original Occupiers than by all of us participating in the Occupy Wall Street movement in whatever form that takes in each of our towns. We need direct action all winter long if we are to prevail. You can start your own Occupy group in your neighborhood or school or with just your friends. Speak out against economic injustice at every chance you get. Stop the bank from evicting the family down the block. Move your checking and credit card to a community bank or credit union. Place a sign in your yard — and get your neighbors to do it also — that says, “WE ARE THE 99%.” (You can download signs here and here.)

Do something, anything, but don’t remain silent. Not now. This is the moment. It won’t come again.

75 years ago today, in Flint, Michigan, the people said they’d had enough and occupied the factories until they won. What is stopping us now? The rich have one plan: bleed everyone dry. Can anyone, in good conscience, be a bystander to this?

My uncle wasn’t, and because of what he and others did, I got to grow up without having to worry about a roof over my heads or medical bills or a decent life. And all that was provided by my dad who built spark plugs on a GM assembly line.

Let’s each of us double our efforts to raise a ruckus, Occupy Everywhere, and get creative as we throw a major nonviolent wrench into this system of Greed. Let’s make the politicians running for office in 2012 quake in their boots if they refuse to tax the rich, regulate Wall Street and do whatever we the people tell them to do.

Happy 75th!

Yours,

Michael Moore
MMFlint@MichaelMoore.com
@MMFlint
MichaelMoore.com

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Annual Letter 2011

Dear friends,

things could be so easy if life would not play its own game with us.

This year there will be no Annual Letter from Lis as in former years. And if, only a lot later. She needs her time and energy for other things.

We are now in an age where we worry more and more about the people next to us: Parents die, that is irretrievable. But also friends and partners are overtaken by death, often unexpected, but sometimes predictably and after a long period of illness. That this is so, that it is natural – we know that, but displace it often in a varying manner.

What remains is the grief no one is spared of for those remaining back. Or maybe you are facing a time to a foreseeable end, the days and weeks of ups and downs, the uncertainty, the questions: What should be, has to be, could be done to relieve the suffering or at least make it otherwise bearable. The time of our own weakness.

Now this is just our Christmas this year. Lis is in Germany with her mother and her siblings. And she needs her strength there, just waiting…

So I try to gather the essentials of this year that is gone, as always, and always before we could settle in it; I’ll try to hand it out later.

From the sunny and still (almost) rainless island of La Palma I wish all of you contemplative and peaceful Christmas and a prosperous and peaceful New Year, which can at least be recognized as to be more peaceful. Remain or become healthy and happy life to you.

Everything in life is temporary. So if things a going good, enjoy it because it won’t last forever. And if things are going bad, don’t worry. It can’t last forever either.

Hugs and kisses,
Lis und Reinard